Dienstleistungen grenzenlos

Sie erbringen Dienstleistungen im EU-Ausland? Wo könnte es ‎besser laufen? Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen und bringen Sie Ihre Ideen zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs ein!

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Inhalt

Sie haben Dienstleistungen im EU-Ausland erbracht?‎ Berichten Sie hier von Ihren Erfahrungen!

Der Dienstleistungsexport innerhalb der EU wird durch ein Dickicht an Regeln erschwert. Das Spektrum reicht von steuerlichen Regelungen über Einreisebestimmungen bis hin zu bürokratischen Hürden bei der Entsendung von Mitarbeitern und der Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort.

Uns interessiert: Welche Erfahrungen - positive wie negative - haben Sie bei der Dienstleistungserbringung im Binnenmarkt gemacht? Wie könnte man eine Auftragsabwicklung im EU-Ausland erleichtern? Teilen Sie Ihr Wissen mit uns!

So geht's:

Phase 1 - Themen benennen: Berichten Sie uns von Ihren konkreten Erfahrungen mit Hürden bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen im EU-Binnenmarkt.

Phase 2 - Erfahrungen vergleichen: Im Anschluss identifizieren wir gemeinsam mit Ihnen die wichtigsten Probleme und erarbeiten praxisnahe Lösungen.

Phase 3  - Lösungsansätze bewerten: Wir sichten die eingegangen Vorschläge und prüfen die Lösungsansätze auf ihre Umsetzbarkeit.

Das bringt's:

Wir kommunizieren Ihre relevantesten Erfahrungen und Vorschläge an die Politik und setzen uns für unternehmensfreundliche Lösungen ein.

Ihr Input hilft uns, unser IHK-Dienstleistungs- und Beratungsangebot für Sie zu verbessern.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir attraktive Preise rund ums Auslandsgeschäft.

Haben Sie akuten Beratungsbedarf zu grenzüberschreitenden Dienstleistungen in der EU? Erste Hilfe bietet der Dienstleistungskompass.eu.

Der Dienstleistungskompass stellt neben der persönlichen Beratung der Kammern bereits umfangreiche Informationen zum grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr kostenfrei zur Verfügung. Das Portal ist ein gemeinsames Angebot des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), der bayerischen Handwerkskammern (HWK) und der deutschen Auslandshandelskammern (AHK).

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme!

Es diskutieren mit Ihnen: Pia Melas und Julia Goebel (IHK-Experten für grenzüberschreitende Dienstleistungen in der EU)

    Mitarbeiterentsendung im EU-Raum

    Wir sind ein Maschinenbauunternehmen und entsenden für Inbetriebnahmen, Reparaturen und Wartungen unsere Monteure u.a. auch in die EU. Die Richtlinien für eine Mitarbeiterentsendung sehen einen riesigen bürokratischen Aufwand vor, der von einem Mittelständischen Unternehmen kaum gestemmt werden kann, ohne zusätzlich Personal einzustellen. Des weiteren sind die Vorgaben von Land zu Land auch innerhalb der EU derart unterschiedlich, dass es schwierig ist, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, was man für welches Land genau benötigt, damit der Monteur starten kann.
    Was allerdings auch ein zeitliches Problem darstellt, denn der Kunde, dessen Maschine steht, ist nicht sehr begeistert, wenn er erst einmal einige Tage auf seine Reparatur warten muss.

    Hier wären einige Verbesserungsvorschläge, die uns die Arbeit diesbezüglich wesentlich erleichtern könnten:

    - es sollte ausreichend sein, wenn die Unterlagen auf Englisch zur Verfügung stehen, egal in welches Land man entsenden möchte

    - die Internetseiten der jeweiligen Länder für die Registrierung und Meldung sollten auch auf Englisch zur Verfügung stehen

    - des weiteren sollten die Regelungen für jedes EU-Land gleich sein

    - bei Anlagen, bei denen eine Inbetriebnahme mit verkauft worden ist, sollte überhaupt keine Entsendungsmeldung erforderlich sein oder maximal eine Anmeldung über eine Internetseite, welche idealerweise für jedes Land gleich ist, man aber in der Meldung das jeweilige Land auswählen kann

    - Kurzfristige Reparaturen / Einsätze unter 8 Tagen sollten generell von der Meldepflicht befreit sein

    - man könnte die Entsendungsmeldung generell auf elektronisch umstellen
    Nicole vor 8 Monaten auf 13.06.2018 2
    Planatol vor 8 Monaten
    Vor allem sollte es ausreichen, die Unterlagen zeitnah nachreichen zu dürfen, wenn die Personalien aufgenommen wurden.

    Wenn eine generelle Meldepflicht (ohne Ausnahmen) weiterhin besteht, sollte es möglich sein, aufgrund kurzfristiger Einsätze um Schäden abzuwenden, die Meldung innerhalb von 3 Tagen nachreichen zu dürfen.
    Thando Sililo vor 8 Monaten
    Vielen Dank für Ihren Beitrag und die praxisnahen Lösungsvorschläge! Wir nehmen beide Beiträge gerne in die nächste Runde auf. Interessant ist insbesondere Ihr Vorschlag einer Sonderregelung zur Inbetriebnahme einer Anlage. So gibt es in Österreich bereits eine vergleichbare Regelung, die unter dem Stichwort "Montageprivilleg" bekannt ist.

    Bei akutem Beratungsbedarf können Sie sich über die unterschiedlichen europäischen Regelungen zur Mitarbeiterentsendung auf unserer Webseite www.dienstleistungskompass.eu informieren. Vielen Dank!

    Mitarbeiterentsendungen

    In unserem Unternehme sind eine Vielzahl von Mitarbeitern weltweit und in Europa unterwegs. (Techniker, MA im Vertieb, Einkäufer, Projektleiter, usw.)

    Leider ist es mittlerweile problematischer die MA innerhalb der EU einzusetzen als weltweit.

    Jedes Land hat verscheidene Regelungen im Bezug auf welche Tätigkeiten überhaupt meldepflichtig sind, in welcher Sprache die Meldung zu erfolgen hat, welche Unterlagen wo und in welcher Sprache vorhzuhalten sind, ob man darüber hinaus noch eine Kontaktperson im Land zu benennen hat. Alle diese bürokratische Hürden führen dazu Mitarbeitereinsätze im europäischen Ausland erheblich zu erschweren und zu verteuern, wenn man sich an die gesetzlichen Vorgaben halten möchte. Und selbst mit erhbelichem personellen Einsatz ist es zum Teil schwierig an alle Informationen zu kommen und sich gesetzeskonform zu verhalten, da jedes Land eben seine speziellen Vorgaben hat.Es ist auf jeden Fall eine erhbeliche Einschränkung der nach Art 56 AEUV eigentlich gewährten Dienstleistungsfreiheit.

    Viele Vorschläge wurden bereits benannt, den meisten kann man sich nur anschließen.  Auch wir würden es begrüßen, wenn eine Entsendemeldung erst ab einer Tätigkeitsdauer im Aufnahmestaat von über 5-7 Tagen durchzuführen ist, wie es ja in machen Ländern der Fall ist.

    Falls dann doch eine Meldung gemacht werden soll/muss. Einheitliche Regelung in allen Ländern, welche Tätigkeiten gemeldet werden müssen. Das Vorhalten der Unterlagen sollte auf Englisch möglich sein. Es sollte nicht notwendig sein, dass alle Unterlagen vor Ort in physischer Form vergehalten werden müssen und dass eine Kontaktperson mit Sitz im jeweiligen Land notwendig ist. Alle sollte über eine Onlineplattform abwickelbar sein - im Idealfall eine Onlineplattform für alle Ländern, falls nicht, sollten alle Plattformen ähnlich aufgebaut sein und zumindestens in Englischer Sprache. Auf dier Onlineplattform sollten alle notwendigen Unterlagen hochgeladen werden können, so dass die MA vor Ort nichts mit sich führen müssen (z.B. wie in Luxemburg). Auch bei solchen Änderungen ist es immer noch ein massiver bürokratischer Aufwand für die Unternehmen grenzüberschreitend tätig zu werden, aber man hat zumindest die Möglichkeit seinen Verpflichtungen nachzukommen.

    Julian vor 5 Monaten auf 24.08.2018 1
    Pia von OPEN IHK vor 5 Monaten
    Herzlichen Dank für Ihren Beitrag und Ihre sehr anschauliche Schilderung der Probleme, denen Sie mit Ihrem Unternehmen bei der Mitarbeiterentsendung ins EU-Ausland ausgesetzt sind. Dass in der EU ein gesetzeskonformes Verhalten bei der Entsendung, wenn überhaupt, nur mit erheblichem personellen und finanziellen Mehraufwand möglich ist, ist ein Missstand, der uns in unserer täglichen Beratungsarbeit häufig begegnet.

    Umso schöner, dass Sie Ihre Praxiserfahrung und Ihre bereits sehr konkreten Lösungsansätze hier mit uns teilen. Vor allem das Stichwort "Digitalisierung" ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schlüssel zur Lösung der Entsendeproblematik. Wie diese auch, und vor allem, bei grenzüberschreitenden Prozessen wie der Entsendung ins EU-Ausland zur Optimierung beitragen kann, haben Sie mit Ihren Verbesserungsvorschlägen treffend beschrieben.

    Ihre Anregungen sind für den nächsten Schritt dieses Projektes sehr wertvoll. Vielen Dank!

    An dieser Stelle noch einmal der Hinweis: Bei akutem Beratungsbedarf können Sie sich über die unterschiedlichen europäischen Regelungen zur Mitarbeiterentsendung auf unserer Webseite www.dienstleistungskompass.eu informieren.

    Registrierungen in den einzelnen Ländern

    Wir sind ein Softwareunternehmen und schicken unsere Mitarbeiter zum vertrieb, zur Beratung und Implementierung in verschiedene EU, EWR-Länder und die Schweiz.

    Wir haben auch kurzfristige Einsätze (unter 8 Tagen) und gerade für die Schweiz fehlt uns die Möglichkeit für mehr Spielraum.

    Wenn eine Vereinheitlichung nicht angedacht ist, würde ich es trotzdem begrüßen, dass die einzelnen Länder ganz klar auflisten wer sich wann registrieren muss. Dabei sollte nach Branche und Tätigkeit unterschieden werden. Ist beispielsweise Akquise anmeldepflichtig etc.

    Eine Nachmeldefrist finde ich auch sehr sinnvoll.

    Die Unternehmen vor Ort sollten auch in die Pflicht genommen werden. Möchte beispielsweise ein Schweizer Unternehmen eine Deutsche Dienstleistung in Anspruch nehmen, dann sollte er schon bei Vertragsabschluss die Registrierung mit anfordern.

    Ute vor 7 Monaten auf 27.06.2018 1
    Thando Sililo vor 7 Monaten
    Danke für Ihren Beitrag und willlkommen auf der Open-IHK-Plattform. Danke für Ihre Vorschlag, die Vorgaben einheitlicher zu gestalten und transparenter aufzulisten. Interessant sind auch Ihre Hinweise zur Nachmeldefrist sowie zur Verpflichtung des Geschäftspartners im Zielland. Gerne nehmen wir diese Anregungen für die Entwicklung von Lösungsvorschlägen in der nächsten Runde auf.

    Entsendung von Mitarbeitern EU weit

    Wir sind ein Maschinenbauunternehmen und entsenden für Inbetriebnahmen, Reparaturen, Messungen unsere Techniker EU weit. Damit alle Richtlinien für eine Mitarbeiterentsendung eingehalten werden können, muss ein großer Bürokratischer Aufwand betrieben werden. Hierzu hätten wir folgende Anmerkungen / Verbesserungsvorschläge:

    - Jedes EU Land sollte für eine Entsendung von Mitarbeiter die Unterlagen in Englisch zur Verfügung stellen. (z.B. Slowakei "Informationskarte" für das Amt für Arbeit nur auf Slowakisch!)

    - Allgemein sollte die Entsendungsmeldungen für die EU vereinheitlicht und vereinfacht werden (z.B. Beispiele wie die jeweilige Entsendungsmeldung auszusehen hat)

    - Elektronische Entsendungsmeldungen für alle EU Länder (z.B. Polen muss die Meldung per Post versendet werden)

    - Maschinen / Anlagen bei denen eine Inbetriebnahme mit verkauft worden ist, sollte keine Entsendungsmeldung erforderlich sein!

    - Kurzfristige Reparaturen / Einsätze unter 5 Tage sollten generell von der Meldepflicht befreit sein
    Irene vor 8 Monaten auf 12.06.2018 1
    Pia von OPEN IHK vor 8 Monaten
    Herzlich Willkommen auf der OPEN IHK-Plattform und vielen Dank für den Beitrag. Das sind ja schon einige sehr konkrete Lösungsansätze! Wir greifen Ihre Vorschläge gerne auf und nehmen sie mit in die nächste Runde!

    Was das elektronische Einreichen von Entsendemeldungen angeht, arbeiten einige EU-Staaten ja bereits an Lösungen. So wird bspw. in den Niederlanden ab 2019 die digitale Entsendemeldung möglich sein.

    Wir würden uns freuen, wenn Sie den Projektverlauf auf Open IHK weiter verfolgen und Ihre Erfahrungen mit uns teilen!

    Elektronische Dienstleistungserbringung in der EU: Software-Lizenzen

    Ich erbringe elektronische Dienstleistungen (Verkauf von Software-Lizenzen, Support-Dienstleistung), wobei der EU-Marktanteil unter 25% liegt. Es ist super, dass es mit dem Euro eine gemeinsame Währung gibt und der EU-Markt Stück für Stück vereinheitlicht wird.
    Was anfangs mühsam ist, sich die Infos zusammenzusuchen was man beachten muss. Das gilt v.a. für den Mini-One-Stop-Shop (MOSS): Herauszufinden was das ist und wie man das mit möglichst wenig Aufwand macht, war nicht so einfach. So gibt leider nur wenige Softwareprodukte, die in meinem Fall die Daten aufbereiten können und für die MOSS-Meldung die Daten vorbereiten. Die MOSS-Meldung alle drei Monate bekommt man dann schon hin: Wenn es dort dann gleich eine Bezahlmöglichkeit gäbe, könnte man sich den Schritt Überweisung bei der Bank sparen.
    B. vor 8 Monaten auf 08.06.2018 1
    Pia von OPEN IHK vor 8 Monaten
    Vielen Dank für den Beitrag und den Hinweis auf MOSS.‎ Nach Ansicht der Europäischen Kommission verfolgt das MOSS-Verfahren die Zielsetzung, dass sich die betroffenen Unternehmen nur in einem EU-Land für MwSt-‎Zwecke registrieren lassen müssen - unabhängig davon, in wie vielen anderen EU-‎Mitgliedsstaaten sie Dienstleistungen erbringen.
    Die Maßnahme gilt also tatsächlich ‎als Vereinfachung im Dienstleistungsverkehr. Aber natürlich sind auch damit ‎komplizierte Prozesse (Registrierung, etc.) verbunden, mit denen man sich als ‎Unternehmer zunächst auseinander setzen muss. Unsere Kollegen aus der Steuer-‎Abteilung stehen hierbei gerne für Fragen zur Verfügung und freuen sich über ‎etwaige praktische Hinweise und Anregungen von Unternehmen zu MOSS. ‎
    MOSS ist aber in jedem Fall ein Thema, welches auch im Rahmen unserer OPEN IHK-Maßnahme in die ‎Diskussion miteinfließen sollte. Vielen Dank!‎
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