Dienstleistungen grenzenlos

Sie erbringen Dienstleistungen im EU-Ausland? Wo könnte es ‎besser laufen? Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen und bringen Sie Ihre Ideen zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs ein!

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Inhalt

Auswertung der Umfragen - das sind die drängendsten Probleme im grezüberschreitenden Dienstleistungsverkehr!

Mit dem gemeinsamen Binnenmarkt hat Europa sich grenzenlos gemacht. Doch die Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft lassen bisweilen Spielräume für nationale Ausgestaltungen. Innerhalb dieser Spielräume kann jeder Mitgliedsstaat durch zusätzliche Regeln seinen Markt nach eigenen Wünschen steuern. Das bereitet gerade Exporteuren von Dienstleistungen einige Schwierigkeiten. Denn beispielsweise bei der Mitarbeiterentsendung sind sie je nach EU-Land jeweils mit unterschiedlichen rechtlichen Erfordernissen konfrontiert. Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern ist durch den Austausch mit ihren Mitgliedern auf diese beschwerlichen Umstände aufmerksam geworden. Wie ließen sich diese verbessern?

Auf der Suche nach unternehmerfreundlicheren Lösungen befragte die IHK München über die OPEN IHK Plattform, diejenigen, die am besten wissen, was den Unternehmen hilft- sie selbst.

In den vergangenen Monaten hatten bayerische Unternehmen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, ihre Probleme und ihre Wünsche zur Dienstleistungserbringung im EU-Binnenmarkt über Open IHK zu teilen. Die von den Betrieben bereitgestellten Informationen sind äußerst wertvoll für die IHK München. Sie bieten die Ideen für die Formulierung praxisnaher Lösungen und Forderungen an die Politik. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der brennendsten Probleme bayerischer Dienstleistungsexporteure:

Die drängendsten Probleme

Unternehmen, die Dienstleistungen im EU-Ausland erbringen, müssen viele bürokratische Hindernisse überwinden. Das kostet Zeit und Ressourcen. Zusätzlich lassen die teils strengen Vorschriften für unternehmerische Flexibilität, die die Auftraggeber oftmals erwarten, wenig Raum. Dabei ließe sich einiges tun, um die Auftragsabwicklung für Unternehmen effizienter und flexibler zu gestalten. Aus den Erfahrungen, die unsere Mitglieder bei OPEN IHK geteilt haben, ergeben sich drei zentrale Forderungen.

1. Transparenz schaffen

Die Richtlinie zur Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit (2006/123/EG) der EU lässt den Mitgliedstaaten Raum zur eigenen Ausgestaltung. Die unterschiedlichen Entsenderichtlinien gehen folglich aus der nationalen Rechtsprechung hervor.

Dies macht die Angleichung der Richtlinien in allen Staaten, zumindest in näherer Zukunft, unwahrscheinlich.

Dennoch sollten Informationen zu den Erfordernissen in den jeweiligen Ländern einfacher zugänglicher sein. Das beinhaltet nicht nur, dass die jeweiligen Regierungen die Entsenderichtlinien bestenfalls auf ihren Internetseiten und in englischer Sprache zur Verfügung stellen sollten. Auch sollten die notwendigen Formulare zur Registrierungen und Meldungen kompakt und übersichtlich aufgelistet werden und idealerweise ebenfalls auf Englisch zum Download bereit stehen. Dies würde zu einer enormen Zeitersparnis auf Seiten der Entsendebetriebe führen.

2. Abwicklung digitalisieren

Nicht nur weichen die Endsenderegeln von Land- zu Land voneinander ab, auch kann die Abwicklung einer Entsendung völlig unterschiedlich geregelt sein. Die verschiedenen Melde- und Registrierungswege verlangen von Entsendebetrieben teilweise erheblich Ressourcen ab. Ressourcenschonend wäre hingegen ein einheitlich digitales Melde- und Registrierungsverfahren. Könnten die Entsendeformalitäten in allen EU-Staaten gleichermaßen online entrichtet werden, würden dies die Entsendebetriebe stark entlasten. Dabei sollten die einzusendenden Formulare jedoch unbedingt auch auf Englisch und nicht nur in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung stehen.

3. Flexibilität ermöglichen

Allzu starre Entsenderegeln schränken die unternehmerische Flexibilität empfindlich ein. Gerade punktuelle Einsätze sind oftmals kurzfristig. Wünschenswert wäre daher, dass die Mitgliedsstaaten bei solchen Einsätzen den Entsendebetrieben Spielraum in der Meldung einräumen würden. Beispielsweise durch den Abbau bürokratischer Hürden bei Einsätzen von kurzer Dauer, etwa durch das Einräumen großzügigerer Nachmeldefristen.

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